Im Tantra betrachten wir das Jahr wie das Atmen des Universums. Der Frühling und Sommer waren das Einatmen – die Zeit des Wachstums, des Erblühens, der Begegnungen und Vereinigungen der feurigen Lebensenergie (Shakti).
Jetzt, im Herbst, beginnt das große Ausatmen der Natur. Die Säfte der Bäume ziehen sich zurück in die Wurzeln, die Blätter fallen und die Erde holt ihre Energie heim.
In unserem inneren, tantrischen Tempel sind vielleicht neue Früchte entstanden. Vielleicht haben wir auch ganz neue Berührungen und Begegnungen erfahren, die uns neue Erkenntnisse geschenkt haben oder uns einfach den Fluss des Lebens haben genießen lassen.
Aber auch die schwereren Momente können für uns Hilfreich und einsichtig gewesen sein und uns dadurch neue Haltungen unserer Selbst erfahrbar gemacht haben.
Deine Gefühle, deine Tränen, dein Lachen, die Momente tiefer Intimität und auch die Phasen der Verwirrung in diesem Jahr – all das waren die Sonnenstrahlen und die Regengüsse für deine Seele. Nichts davon war umsonst.
Die Ernte deiner Gefühle ist das, was jetzt als tiefe Weisheit in deinem Körper und deinem Herzen zurückbleibt. Jetzt kommt die Zeit, dich zurückzulehnen und dich von deiner eigenen inneren Fülle nähren zu lassen.
Die Erinnerung und das bewusst machen können dir helfen die neue Saat auszubringen, die du gerne weiter im nächsten Jahr vertiefen möchtest.
Nirvan





